Jan Derrer
TV-Redakteur beim Schweizer Fernsehen in Zürich, Schweiz
"Erstaunlich ist, wie nah das NMJ-Studium am Puls der Zeit ist. Die in den Vorlesungen prophezeiten Prognosen treffen immer wieder ein. Entweder am eigenen Arbeitsplatz oder in anderen Unternehmen."
Aufbauend auf "Webwriting"-Grundsätzen (Portionierung, Vernetzung, Stilistik, Schichtmodell) werden in
JC 1 "Formatspezifische Content-Aufbereitung" die Besonderheiten der weiteren Genres behandelt, die den Fundus crossmedialer Kommunikation bilden: Bei "Fotografien und Grafiken fürs Web" stehen die Formate und die Bildbearbeitung im Zentrum; bei "Audio fürs Web" bzw. "Web-Videos" werden vor allem digitale Schnitttechniken und Montage behandelt. Bei den Applikationen des "Social Web/Web 2.0" liegt der Fokus auf den Dialogmöglichkeiten bzw. der Aufbereitung von Inhalten, die von "Communities", "Social Networks" etc. stammen. Es wird eine Übungsplattform eingerichtet.
Ausgehend von der Medien- und Formatkunde wird in dem Block JC 2 "Crossmediale Content-Aufbereitung" einerseits die Anwendung von Werkzeugen vertieft. Andererseits geht es um die Verbindungen und Brücken: Welche Inhalte eignen sich für welche Medienformate? Und welche Kombinationen von Formaten haben ein Synergie-Potential? Anhand einer Matrix (Text, Bild, Audio, Video, Social-Web - versus journalistische relevante Topics) wird mit Content-Mischungen auf verschiedenen Trägern experimentiert und es werden Beispiele aus der Medienwelt analysiert.
Die Lehrveranstaltung JC 3 "Crossmediales Storymaking und Integration" widmet sich folgenden Fragen: Welches sind die Qualitätsmerkmale von format- und kanalübergreifenden Medieninhalten, "Medien-Geschichten"? Es werden Entstehungsprozesse komplexer, dynamischer crossmedialer Produktionen - auch unter dem Aspekt der journalistischen Dramaturgie - analysiert.